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Humboldt-Universität zu Berlin - Theologische Fakultät

Dezentrale Frauenbeauftragte

 

Herzlich Willkommen auf der Seite der dezentralen Frauenbeauftragten der Theologischen Fakultät der Humboldt Universität (HU) zu Berlin.

Im März 2019 wurde ich für zwei Jahre zur dezentralen Frauenbeauftragten der Theologischen Fakultät gewählt. Das Amt auszubauen und die Querschnittsaufgabe „Gleichstellung“ noch stärker in Forschung und Lehre, in den späteren beruflichen Auftrag von Studierenden und die Personalentwicklung der Theologischen Fakultät zu integrieren, ist mein Ziel. Dazu zählen auch die persönliche Beratung und Unterstützung aller Frauen im Fachbereich (Studentinnen, Angestellte, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, Professorinnen, u.a.).

Der Austausch mit dem neuen katholischen wie islamischen Zentralinstitut der HU stellt sich als neue, unerlässliche Aufgabe. In den nächsten Monaten geht es aber auch um die Diskussion, ob im aktuellen Gesetzgebungsverfahren des Berliner Abgeordnetenhauses zur Erneuerung des Berliner Hochschulgesetzes weiterhin eine „Frauenbeauftragte“ als eine von mehreren Beauftragten oder ein „Gleichstellungsbüro“ mit einem Schwerpunkt „Frauenförderung“ verankert werden sollte.

Egal wie die Entscheidung fällt; es bleibt der gesellschaftliche, demokratische Auftrag, für Diversität, mehr Chancengleichheit, mehr Gleichstellung aktiv einzustehen. Für Frauen und Kinder heißt dies gleichermaßen: Schutz gegen Gewalt und Diskriminierung. Das Caroline-von-Humboldt-Programm (CvH-Programm) - als Teil des strategischen Gleichstellungskonzepts der Humboldt-Universität – bildet hierfür die Grundlage.

 

Gerhild Pinkvoß-Müller

dezentrale Frauenbeauftragte der Theologischen Fakultät der HU zu Berlin

Sitz: Burgstraße 26, 10707 Berlin, Raum 427

Mail: frauenbeauftragte-theologie@hu-berlin.de

Telefon: Tel.: 030 - 2093 91709 (während der Sprechzeiten)

Sprechzeit: montags 10-12 Uhr, mittwochs 12-14 Uhr oder nach Vereinbarung

 

Gleichstellung an der Evangelischen Theologischen Fakultät

Im Zentrum der dynamischen, weltoffenen Metropole Berlin – gegenüber der Museumsinsel und der Gedächtniskirche - liegt unsere Fakultät. Sie ist Mittelpunkt für ca. 1.000 Studierende aus vielen Ländern der Welt und Arbeitgeberin für über 110 Beschäftigte. Ihr Vorteil: die Fakultät ist keine Masseneinrichtung. In ihr werden Entwicklungen, Ziele und Ideen „menschennah“ diskutiert und umgesetzt.

Die Theologische Fakultät bekennt sich zu Diversität und Chancengleichheit. Vielfalt und Individualität aller Personen zu fördern wie gleichermaßen wertzuschätzen – sie nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance und Bereicherung wahrzunehmen – ist die Intention ihrer Gleichstellungs- und Diversitätskultur.

Eine aktive Frauenförderung sowie der Abbau struktureller Hürden für Frauen sind dabei ein wichtiger Bestandteil der Fakultätsarbeit und Personalentwicklung; dies gilt für den Bereich der Mitarbeiter*innen ebenso, wie für Studierende und Professor*innen.

Der Frauenanteil aller Studierenden liegt im Berichtszeitraum SoSe 2017 bis SoSe 2019 durchgehend bei 59 Prozent; ein ähnliches Bild zeigt die Statistik der Promotionsstudierenden: der Frauenanteil im WiSe 2017/18 betrug 63 Prozent, im SoSe 2019 59 Prozent. Im Wintersemester 2018/19 fanden drei Berufungskommissionen statt, zu deren Sitzungen die Frauenbeauftragte der Fakultät bzw. die zentrale Frauenbeauftragte mit Rede- und Antragsrecht eingeladen wurden. Die Anzahl der Professorinnen an der Theologischen Fakultät erhöht sich dadurch zum Wintersemester 2019/20 von zwei auf drei Professorinnen.

 

Durch einen fakultätsbezogenen Rahmenplan zur Gleichstellung, der alle zwei Jahre evaluiert wird, stehen sowohl die tatsächliche Gleichberechtigung aller Geschlechter wie auch die Überwindung einer Unterrepräsentanz und strukturellen Benachteiligung von Frauen stetig im Fokus. Die dezentrale Frauenbeauftragte der Theologischen Fakultät unterstützt und stärkt diese Ziele. Sie ist kooptiertes Mitglied der Gleichstellungskommission.

 

In Absprache mit einer Förderkommission vergibt sie Mittel zur Förderung von Frauen in der Verwaltung, im Studium, der Lehre und Forschung. Grundlage sind die 2019 vom Fakultätsrat beschlossenen „Richtlinien zur Vergabe von Fördermitteln an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin“.


Ihr von politischer und fachlicher Weisung unabhängiges Amt wird im Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) § 59 definiert:

(4) Die Frauenbeauftragten wirken auf die Herstellung der verfassungsrechtlich gebotenen Chancengleichheit der Frauen in der Hochschule und auf die Beseitigung bestehender Nachteile für weibliche Angehörige der Hochschule hin.

(6) Die Frauenbeauftragten sind bei allen die Frauen betreffenden strukturellen, organisatorischen und personellen Maßnahmen sowie bei den entsprechenden Vorlagen, Berichten und Stellungnahmen zu beteiligen (…) Sie haben Informations-, Rede- und Antragsrecht bei allen Sitzungen der Gremien ihres jeweiligen Bereichs. Soweit im Rahmen der Erprobungsklausel nach § 7a Entscheidungsrechte von Gremien auf andere Organe übergehen, gilt das Beteiligungsrecht auch gegenüber diesen Organen.

 

Die dezentrale Frauenbeauftragte ist Mitglied im Netzwerk der Frauenbeauftragten aller Fakultäten und Zentralinstitute der HU, so dass ein fachlicher Austausch und gemeinsame Aktion möglich werden.

 

In Kooperation mit den nebenberuflichen Frauenbeauftragten erarbeitet die hauptberufliche zentrale Frauenbeauftragte mit ihrem Mitarbeiterinnenstab strukturelle und individuelle Maßnahmen sowie Vorschläge zur ganzheitlichen Entwicklung einer Chancengleichheit für Frauen auf allen Ebenen der HU. Sie unterstützt und berät die Leitung und zentrale Gremien der Universität bei der Umsetzung des staatlichen Gleichstellungsauftrags, erarbeitet in Kooperation mit den zuständigen Stellen und im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages Programme zur Förderung von Frauen; sie erhöht die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft; sensibilisiert die Öffentlichkeit, berät individuell in Fällen von Diskriminierung, sexueller Gewalt und Benachteiligung sowie bei allen Fragen zur Karriereentwicklung. Außerdem unterstützt sie Forschungsprojekte zur Geschlechtergerechtigkeit und ist frauenpolitisch in vielen Ländergremien aktiv.

Seit 2019 verwaltet die zentrale Frauenbeauftragte auch die gemeinsame Website der HU-Forschungsverbünde zum Thema Gleichstellung und Familienfreundlichkeit METISDiese hält aktuelle und für die Forschung passgenaue Gleichstellungsangebote in Berlin und darüber hinaus „News“ bereit, informiert unter „Service for Members“ über Möglichkeiten, die DFG-Gleichstellungsmittel adäquat einzusetzen, und präsentiert „Best-Practice“-Beispiele aus den beteiligten Forschungsverbünden. Die englischsprachige Website richtet sich an Wissenschaftlerinnen/an Eltern/an Interessierte, die die akademische Karriere anstreben und verfolgen.

 

Frauenbeauftragte sind somit auf unterschiedlichen Ebenen der HU vernetzt, um Gleichstellung in ihren Fakultäten, Zentralinstituten und der HU insgesamt zu verankern.

 

Das Familienbüro der HU ist die zentrale Koordinations- und Anlaufstelle für das Thema Familiengerechtigkeit. Es unterstützt bei der Suche nach individuellen Lösungen in Bezug auf Familie, Studium (z.B. Vereinbarkeit von Studium und Familie, Promotion und Familie), Beruf und Pflege von Angehörigen.

 

Unter dem Unterpunkt Genderstudies sind die aktuellen Angebote (Vorlesungen, Seminare, Vorträge, Workshops) der theologischen Fakultät der HU und des Zentrums für Genderforschung zum Thema Gender aufgeführt.