Erstakademiker*innen
Was bedeutet „Erstakademiker*in“?
Als Erstakademiker*innen verstehen sich oftmals Personen, die als erste in ihrem Elternhaus oder auch ihrer ganzen Familie studieren bzw. einen akademischen Abschluss anstreben. Viele von ihnen teilen die Erfahrung, in bestimmten Kapitalformen¹ anders gestellt zu sein als ihre aus akademischen Haushalten kommenden Kommiliton*innen: Im Blick auf
- Formen von ökonomischem Kapital (bspw. finanzielle Ressourcen durch Familie),
- sozialem Kapital (bspw. Informationsvorsprung bezüglich des Studiums durch Familie)
- und/oder kulturellem Kapital (bspw. Wissen um universitäre Codes und Umgangsformen).
Leider spielt bei Erstakademiker*innen die Erfahrung, sich in universitären Räumen fehl am Platz zu fühlen, immer wieder eine Rolle. Auch deswegen fällt es Betroffenen oft schwer sich Unterstützung zu suchen, weswegen diese Stelle jenen den Schritt zu den Ressourcen und Unterstützungsformen erleichtern möchte.
¹ Der Begriff wird in diesem Diskurs in Anlehnung an Pierre Bourdieus Verständnis von Kapitalformen verwendet (vgl. Bourdieu, P. (1983). Ökonomisches Kapital – Kulturelles Kapital – Soziales Kapital. In: R. Kreckel (Hg.), Soziale Ungleichheiten. Soziale Welt, S. 183-198.)
FORUM für Erstakademiker*innen der Theologischen Fakultät
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