Curriculum Vitae

von Prof. A. Feldtkeller

 

 

Andreas Feldtkeller wurde am 8. September 1961 in München geboren. Er studierte von 1980 bis 1986 Evangelische Theologie in München, Heidelberg, Jerusalem und Tübingen. Das Studium wurde gefördert von der Studienstiftung des deutschen Volkes und vom Deutschen Akademischen Austauschdienst.

Nach dem Ersten Theologischen Examen absolvierte er von 1987 bis 1989 ein Lehrvikariat in Schwebheim (Unterfranken), das mit dem Zweiten Theologischen Examen abgeschlossen wurde.

Von 1989 an arbeitete er bei Gerd Theißen in Heidelberg an seiner Dissertation zum Thema „Das entstehende Heidenchristentum im religiösen Umfeld Syriens zur Prinzipatszeit" und erhielt dabei ein Promotionsstipendium des Landes Baden-Württemberg. 1992 wurde er in Heidelberg zum Doktor der Theologie promoviert.

1992 wurde er zum Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ordiniert und bis 1995 als Auslandsvikar an die Evangelische Gemeinde deutscher Sprache im Heiligen Land entsandt mit Dienstsitz in Amman (Jordanien). Überlappend damit war er von 1994 bis 1996 Gastwissenschaftler am neu gegründeten „Royal Institute for Inter-Faith Studies“ ebenfalls in Amman.

Die aus dieser Zeit hervorgegangene Arbeit „Mutter der Kirchen im Haus des Islam. Eine Studie zur Bedeutung des kulturellen Gedächtnisses für die interreligiöse Wahrnehmung am Beispiel von arabischen Christen und Muslimen im West- und Ostjordanland (Gebiet des Patriarchats Jerusalem)“ wurde 1996 von der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg als Habilitationsschrift angenommen.

Von 1996 bis 1999 war Andreas Feldtkeller wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent am Lehrstuhl für Religionsgeschichte und Missionswissenschaft in Heidelberg.

Seit 1999 ist er Professor für Religions- und Missionswissenschaft sowie Ökumenik an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, seit 2000 Vorsitzender der Berliner Gesellschaft für Missionsgeschichte, seit 2004 Mitherausgeber der Theologischen Literaturzeitung. Von 2007 bis Anfang 2010 war er Dekan der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.

2008 wurde ihm der Hans-Sigrist-Preis verliehen, der von der Hans-Sigrist-Stiftung geförderte internationale Forschungspreis der Universität Bern, als Würdigung seiner bisherigen Forschungsbeiträge zum Thema: „Religionen – Wahrheitsansprüche – Konflikte – Theologien: Theoretische Perspektiven“.

Seit 2010 ist er Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes.