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Abb.: Michael Otto

Humboldt-Universität zu Berlin - Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik und Hermeneutik

Humboldt-Universität zu Berlin | Theologische Fakultät | Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik und Hermeneutik | Forschung | Die religiöse Tiefengrammatik des Sozialen. Die Bedeutung der Religionsgemeinschaften für den normativen Hintergrund europäischer Wohlfahrtsstaatlichkeit

Die religiöse Tiefengrammatik des Sozialen. Die Bedeutung der Religionsgemeinschaften für den normativen Hintergrund europäischer Wohlfahrtsstaatlichkeit

Während sich die Erforschung der unterschiedlichen Typen von Wohlfahrtsstaatlichkeit in voller Blüte befindet, bleibt der Beitrag der unterschiedlichen Religionen und Konfessionsgruppen zur Ausbildung der entsprechenden Formen bisher weitgehend unberücksichtigt. Das vorliegende Projekt zielt auf die Erhebung dieses Beitrages und soll die bisherige Forschung perspektivisch und geographisch erweitern: Einerseits geht es um die Einbeziehung der theologischen Binnenperspektive, andererseits um die Ausweitung auf die im deutschsprachigen Raum vergleichsweise 'jungen' Religionen und Konfessionen sowie den ost- und südosteuropäischen Raum. In einer ersten Ausbaustufe wurde – in Verbindung mit dem Institut für Ethik und angrenzende Sozialwissenschaften der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie dem Institut für christliche Sozialwissenschaften der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster – ein europäischer Überblick erstellt[1] und die Lage in der Bundesrepublik Deutschland fokussiert.[2] In einer zweiten Ausbaustufe sollen Tiefenstudien in anderen Ländern dazukommen. Auf die bisher kaum untersuchten religiösen Debatten und Einflüsse in der formativen Phase des schweizerischen Wohlfahrtsstaats zielt ein in Kooperation mit der Kirchengeschichte (Prof. Dr. Sallmann, Bern) entwickeltes Weiterführungsprojekt (Tagungen, zwei Promotionsstellen, Monographie), das kurz vor der Antragsreife steht und 2016 eingereicht werden soll.

Verantwortlich: Prof. Dr. Torsten Meireis, HU Berlin; Prof. Dr. Martin Sallmann, Universität Bern



[1]Vgl. Karl Gabriel, Hans-Richard Reuter, Andreas Kurschat, Stefan Leibold (Hg.), Religion und Wohlfahrtsstaatlichkeit in Europa, Tübingen 2013.

[2]Vgl. Torsten Meireis, Von der fürsorglichen Obrigkeit zum Sozialstaat. Protestantische Motive in der Entwicklung wohlfahrtsstaatlicher Semantik sowie ders., Beruf und Arbeit. Protestantismus und Wohlfahrtsstaat, beides in: Karl Gabriel, Hans-Richard Reuter (Hg.), Religion und Wohlfahrtsstaatlichkeit in Deutschland. Konfession und Semantik, Tübingen: Mohr-Siebeck (Beiträge eingereicht September 2014, erscheint vorauss. Frühjahr 2016).